Tunnel- und Tiefbau
Ausbau der Wuppertaler Schwebebahn

Die Wuppertaler Schwebebahn, 1898 bis 1903 errichtet, ist ein ingenieurtechnisches Bauwerk, das schon über ein Jahrhundert lang den innerstädtischen Personennahverkehr der Stadt Wuppertal auf einer Strecke von über 13 km mit 20 Haltestellen sicherstellt.

Weil die Anforderungen an die Konstruktion und den Fahrverkehr nicht mehr den heutigen Standards entsprachen, begann 1995 der technische Aus- und Umbau der Wuppertaler Schwebebahn.

ZETCON Ingenieure erhielt den Auftrag für die Bauoberleitung sowie die Bau- und Objektüberwachung an vier Haltestellen und einer Wagenhalle. Die Haltestellen Landgericht, Völklinger Straße und Werther Brücke unterliegen dem Denkmalschutz. Um den Jugendstilcharakter zu erhalten, wurde ein formidentischer Wiederaufbau bei Verwendung alter Fassadenteile vorgesehen. Die Haltestelle Oberbarmen wurde als modernes Bauwerk errichtet. Der Rückbau von Haltestellen und Wagenhalle sowie der Aufbau des Fahrgerüstes zur Sicherung der Fahrbereitschaft der Schwebebahn wurden objektbezogen in mehrtägigen Sperrpausen realisiert.

Insgesamt wurden 16 Gewerke koordiniert, überwacht und gesteuert. Eine besondere Herausforderung stellte die Baustellenlogistik dar: Da die Bauwerke über der Wupper liegen, waren die  Lagermöglichkeiten auf der Baustelle sehr eingeschränkt, sodass die Beschickung der Baustelle „just in time“ erfolgte. Gleichzeitig musste der Terminplan streng eingehalten werden, um die Haltestellen wieder rechtzeitig für den Fahrgastbetrieb freigeben zu können.