Architecture
Tunnel- und Tiefbau
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Unterquerung des gesamten Stadtgebiets

Der Tunnel Rastatt ist Bestandteil der Aus- und Neubaustrecke Karlsruhe – Basel und besteht aus zwei eingleisigen Röhren mit einer Länge von je 4.270 m. Er unterquert das gesamte Stadtgebiet von Rastatt sowie die Federbachniederung. Nach seiner Fertigstellung ist er für eine Geschwindigkeit bis zu 250 km/h ausgelegt.

Die Weströhre wird auf einer Länge von 3.674 m, die Oströhre auf einer Länge von 3.826 m in geschlossener Bauweise in einschaliger Tübbingbauweise hergestellt. Die beiden eingesetzten Tunnelvortriebsmaschinen haben einen Bohrdurchmesser von fast 11 m. Der Innendurchmesser des fertiggestellten Tunnels wird 9,60 m betragen.

Die Unterquerung der Rheintalbahn erfolgt dabei im Schutze einer umfangreichen Baugrundvereisung.

Sowohl am Nord- als auch am Südende werden die Tunnel in offener Bauweise mittels einer wasserundurchlässigen Baugrubenumschließung sowie einer rückverankerten Unterwasserbetonsohle fertiggestellt und beinhalten Grundwasserwannen von bis zu 895 m Länge.

Im Abstand von je 500 m werden insgesamt neun Verbindungsbauwerke als Fluchtwege in Spritzbetonbauweise aufgefahren.