Architecture
Kraftwerks- und Industriebau
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Neubau des Steinkohle-Doppelblock-Kraftwerks

Der Neubau des Kraftwerks Moorburg verfügt über eine Leistung von 1.654 MW sowie einen für die deutsche Kraftwerkslandschaft einzigartig hohen Wirkungsgrad von über 46 %. Würde die Kraft-Wärme-Kopplung angewendet und Fernwärme ausgekoppelt, könnte die Brennstoffausnutzung auf bis zu 61 % gesteigert werden.

Das Kraftwerk erzeugt rund 85 % des Hamburger Stromverbrauchs. Um den Auflagen der Genehmigung gerecht zu werden, entstand ein 80 m hoher Kühlturm. Der Grundwasserspiegel wurde nahezu über die gesamte Bauzeit abgesenkt und die Baustelle wurde durch Spundwände und Deiche vor Hochwasser geschützt. Die Gründung erfolgte wegen des schlechten Baugrundes im Flussbett der alten Süderelbe überwiegend auf Ortbetonrammpfählen. Auch die Kaianlagen sind mittels Schrägpfählen bis zu 42 m im Boden verankert.

Die Baustelle beinhaltete eine Vielfalt bautechnischer Gewerke: Vom Spezialtiefbau über Wasserbau bis zum Schlüsselfertigbau. Zu Spitzenzeiten der Bauphase waren gleichzeitig 2.000 Arbeitskräfte beschäftigt.

ZETCON Ingenieure wurde mit der Qualitätssicherung der gesamten Bautechnik sowie mit der Fachbauleitung Bautechnik in der Ver- und Entsorgungsstrecke und der Fischaufstiegsanlage Geesthacht beauftragt.