Kerntechnik
Wiederkehrende Bauwerksprüfung und Rückbaukonzepte

Bei den Abluftkaminen der kerntechnischen Anlage in Lubmin handelt es sich um vier ca. 100 m hohe Stahlbetonkamine und einen ca. 60 m hohen Mauerwerkskamin. Die vier Stahlbetonkamine sind außer Betrieb, lediglich der Mauerwerkskamin der Zentralen Aktiven Werkstatt (ZAW) ist aktiv. Zwei der Stahlbetonkamine, die Kamine Nord I und II, stehen auf der Geländeoberfläche, die anderen beiden, Nord III und IV, sind Dachkamine. In der Vergangenheit wurden sie zur Belüftung des Kontrollbereichs eingesetzt. Der Kamin Nord IV wurde nie in Betrieb genommen. Aktuell trägt der Kamin Nord III noch Bühnen- und Antennentragkonstruktionen für Mobilfunkantennen.

ZETCON Ingenieure wurde mit der Zustandsüberwachung gemäß DIN 1056, der Sicher-stellung der Standsicherheit der Bauwerke, der Verkehrssicherheit der Steiggänge sowie des umliegenden Wegenetzes auf dem Betriebsgelände beauftragt. Die Untersuchung beinhaltete die Begehung der Steiggänge der Kamine und die Begutachtung erreichbarer Bausubstanz. Die weiteren Oberflächen wurden fernoptisch kontrolliert. Darüber hinaus wurde die Lotrechtstellung gemessen. Im Anschluss wurden die Ergebnisse der aktuellen Bauwerksuntersuchung den Resultaten aus früheren Untersuchungen gegenübergestellt. Zusätzlich wurde die Wirksamkeit einer früheren Gefährdungsminimierung überprüft. Als Ergebnis konnte festgehalten werden, dass alle untersuchten Kamine stand- und verkehrssicher sind, der Kamin ZAW ist zudem funktionstüchtig. Im weiteren Verlauf wurden ein Konzept zur Instandsetzung der Steiggänge am Kamin Nord III und ein entsprechendes Leistungsverzeichnis seitens ZETCON Ingenieure erstellt.