Architecture
Ingenieurwasserbau
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Modernisierung der Schleusengruppen

Die Schleusenanlage Kiel-Holtenau bildet mit zwei Doppelkammerschleusen am östlichen Ende des Nord-Ostsee-Kanals die Ein- und Ausfahrt zwischen dem Kanal und der Kieler Förde. Für die auch zukünftig sichere Aufrechterhaltung des Schleusenbetriebes und die anstehenden Sanierungsmaßnahmen ist der Neubau eines weiteren Versorgungsdükers unter der Schleusengruppe Kiel-Holtenau erforderlich.

Das herzustellende Bauwerk besteht aus einem 417 m langen Versorgungsdüker mit einem Außendurchmesser von 2,50 m in einer Tiefenlage von bis zu 34 m und den zugehörigen Schachtbauwerken und Technikkellern mit den Zugangspunkten zum Versorgungsdüker. Die Bauleistungen finden unter Aufrechterhaltung des Schleusenbetriebes sowohl auf dem Wasser von Pontons aus als auch an Land statt.

Die Start- bzw. Zielbaugruben wurden als im Grundriss runde Baugruben aus überschnittenen Bohrpfahlwänden (d=1,20 m) mit einem Durchmesser von ca. 12 m (Start) bzw. ca. 7 m (Ziel) hergestellt. Die Tiefe der Baugruben beträgt ca. 35 m (Start) bzw. 30 m (Ziel). Der Baugrubenaushub erfolgte als Nassaushub mittels Seilgreifer. Die Sohlen der Bau-gruben wurden mit ca. 3 m dicken Unterwasserbetonsohlen ausgeführt. Die Herausforderungen liegen in der direkten Nähe zu den Schleusenmauern sowie in den schwierigen Baugrundverhältnissen und dem hohen Grundwasserspiegel. Nach der Erstellung des Rohbaus erfolgen die Tunnelbelegung und die technische Gebäudeausrüstung der Schächte und der Technikräume.

ZETCON Ingenieure ist mit der örtlichen Bauüberwachung sowie dem Vertrags- und Nachtragsmanagement im Rahmen des Gesamtprojektes beauftragt.