Brückenbau
Brückenbau
Architektur
Architektur
Neuerrichtung eines Klassikers

Die Eisenbahnbrücke über die Oder wurde im Jahre 1870 errichtet. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurden wesentliche Teile der Brücke gesprengt. 1947 wurde der Betrieb auf der Brücke nach notdürftigen Reparaturen wieder aufgenommen. Ab 1952 wurde die Brücke komplett instand gesetzt, verstärkt und zweigleisig ausgebaut.

Insbesondere die EU-Osterweiterung machte die Strecke zu einem wichtigen Knotenpunkt im Personen- und Güterverkehr von Westeuropa nach Mittel- und Osteuropa.

Die in die Jahre gekommene Eisenbahnüberführung wurde deshalb vollständig neu gebaut. Der neue Brückenzug besteht aus Vorlandbrücke West (267 m), Strombrücke (106 m) und Vorlandbrücke Ost (180 m). Die Vorlandbrücken wurden aus Spannbeton als Hohlkasten-Durchlaufträger gefertigt. Die neue Strombrücke ist als Stabbogen mit gekreuzten Hängern (Netzwerkbogen) konzipiert.

Der Neubau der Brücke erfolgte in Seitenlage unter Aufrechterhaltung des Betriebs auf der alten Brücke. In einer Sperrpause von sechs Wochen wurde das alte Brückenbauwerk außer Betrieb genommen und demontiert, die neuen Vorlandbrücken quer in Endlage verschoben und die neue Strombrücke eingeschwommen. In der Sperrzeit mussten allein im Personenverkehr täglich 14 Eurocity- und D-Züge sowie 78 Güterzüge umgeleitet werden.

ZETCON Ingenieure erbrachte die Leistungen der Bauoberleitung und Bauüberwachung für den Neubau des Brückenbauwerks.