Nach knapp drei Jahren am Ziel: Durchstich beim Emscherumbau im Bauabschnitt 40

Die Tunnelvortriebsarbeiten zum Bau des Emscherkanals haben Ihr Ziel im Bauabschnitt 40 erreicht und enden nach knapp drei Jahren mit dem Durchstich   in Oberhausen-Biefang: In 40 Metern Tiefe bohrten sich dazu parallel zwei Tunnelvortriebsmaschinen durch die 2 m dicke Stahlbeton-Schlitzwand des zukünftigen Pumpwerks Oberhausen. Damit wird der rd. 10 km lange Doppelrohrabschnitt in Tübbingbauweise fertig gestellt. Im Bauabschnitt 40 folgen nun noch die Arbeiten zur Herstellung der Kanalbetriebsschächte.

Seit den 1990er Jahren wird der offenliegende Abwasserkanal, der Großstädte wie Dortmund, Bochum, Gelsenkirchen, Duisburg und Oberhausen miteinander verbindet, zu einem begrünten Fluss umgestaltet. Dafür werden im Ruhrgebiet unterirdische Kanäle mit insgesamt rund 400  km Länge verlegt. Kernstück des Emscher-Umbaus ist der Abwasserkanal Emscher, der mit einer Länge von 51 km von Dortmund bis kurz vor die Emscher-Mündung in den Rhein bei Dinslaken verläuft. Nach seiner Fertigstellung wird der Emscherkanal die Abwässser von 1,8 Millionen Menschen des nördlichen Ruhrgebiets ableiten. Auf dem Weg zur Mündung muss das Abwasser in drei gigantischen Pumpwerken gehoben werden. Ab Ende 2020 wird dann in der Emscher und ihren Nebenflüsse nur noch sauberes Fluss- und Regenwasser fließen.

ZETCON Ingenieure wurde von der Emschergenossenschaft gemeinsam mit einem Partnerbüro für den Neubau des Abwasserkanals Emscher im Bauabschnitt 40 mit der Bauoberleitung, der Bauüberwachung sowie dem Online-Monitoring für die Vortriebsarbeiten beauftragt.

Zum Beitrag in der WDR-Mediathek

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